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Die Hauptfrage:
Warum sind die 4 komischen Ländler nun "komisch"?
Warum Schubert den 4 Ländlern den Beinamen "Komisch" gab,
läßt sich aus der Handschrift nicht so einfach ablesen.
Ein Hinweis findet sich im Text zur CD des Leipziger
Streichquartetts auch nur in Ansätzen:
Zitat:
Warum Schubert die zweistimmig niedergeschriebenen »komische Ländler«
nennt, ist nicht leicht - zumindest nicht eindeutig - zu klären.
Um die Zeit ist ein solcher Titel ohne Parallele, als besondere Spe-zies
unter den Ländlern kommt er kaum in Betracht. Zwar mag eine gewisse
Gespreiztheit zumindest für Nr.1 bis 3 augen- bzw. ohrenfällig
sein, denkbar als gewollte gestikulierende Pose, die von Nr.4 und den
meisten in den anderen Ländlerzyklen absticht;
im Sinne einer künstlich plump oder gar fehlerhaft gestalteten
Faktur ist jedoch weder diese Eigenheit zu deuten, noch sind es etwa
solche Ungeschicklichkeiten wie Oktaven in Nr. 1 und unschön nachschlagende
Terzen in Nr. 4. Also haben wir es nicht etwa mit einer Parallele »en
miniatur« zu Mozarts »Dorfmusikantensextett« (KV 522)
zu tun. Vielleicht soll der Titel die vier Sätzchen einfach, ohne
jede Ironie, einer ausgelassenen Heiterkeit zuordnen, und daran lag
Schubert wohl besonders wegen der im Manuskript unmittelbar anschließenden
acht Tänze in f-Moll (D 355).
Ende Zitat
Zum Abschluß:
Mit diesem Aufsatz soll dem Leser ein kleines Stück Musik mit
einem Hauch von Authentizität nahegebracht werden. Von Franz Schubert
-sehr wahrscheinlich- in einer Laune auf das Blatt geschrieben. Aber:
Warum er den Titel "Komisch" verwendete, bleibt uns auch weiterhin
verborgen.
Geschrieben am 12. April 2004
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