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Konzert
am 22. Mai 1966:
David und Igor Oistrach spielten das Konzert in d-moll, BWV 1043 von
Bach. Vorher stand die Symphonie Nr. 48 in C von Haydn auf dem Programm,
danach die 9. Symphonie von A. Bruckner.
Die Wiener Symphoniker wurden dirigiert von Wolfgang Sawallisch.
Das Bach Doppelkonzert wurde von den beiden Oistrachs auf Platten
eingespielt. Die Präzision des Zusammenspiels, die Stilsicherheit
und der Kontakt zum Orchester sind besonders in Erinnerung. Das
unterschiedliche Temperament von Vater und Sohn war erkennbar: Sobald
Igor Oistrach in der Agogik oder gelegentlich im Tempo anzogt, wurde
er durch die hochgezogene Augenbraue des Vaters wieder auf die eingeschlagene
Linie gebracht. Das Bach-Spiel der Oistrachs litt nicht unter zu
großer Tonfülle, wohl stand es als etwas klassisch angehauchte
Interpretation im Gegensatz zu heute (2001) gepflogenen "authentischen"
oder wieder barockisierten Aufnahmen diverser Ensembles. Damals
galt dieses Spiel als mustergültige Bach-Interpretation.
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Konzert vom 24. Mai 1966:
David Oistrach dirigierte die Wiener Symphoniker.
Neben der Oberon-Ouverture von Weber spielte Igor Oistrach
das Konzert von Mendelssohn, nach der Pause spielte David Oistrach
das a-moll Konzert von Bach.
Das Konzert schloß mit der 2. Symphonie von Franz Schubert.
Obwohl es Stimmen zur Bach-Interpretation durch D. Oistrach
gibt, die sich am zu großen Ton festmachen. Demgegenüber
konnte man in diesem Konzert die hohe Stilsicherheit Oistrachs
als verläßlichen Faktor bewundern. Die Bach-Interpretation
war perfekt, der große strahlende Ton als Besonderheit zu
werten. Das Programm ist nebenstehend zu
sehen.
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26. Mai 1966: Konzert der Berliner Staatskapelle
unter Otmar Suitner:
Beethoven: Große Fuge in B-Dur, op. 133
Beethoven: Konzert op. 61, Solist: David Oistrach
Reger: Variationen und Fuge für Orchester, op. 132
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David Oistrach gab in den beiden Konzerten sozusagen
seine Visitenkarte; sein Spiel war gekennzeichnet von dem großen
Violinton, der je nach Wunsch auch bei den Forte- Stellen über
dem Orchester stand; die Kadenz des Beethoven-Konzertes geriet
zu einem Bad im Wohlklang der Töne;
Ich erinnere mich noch an das Urteil meines Freundes Gustav Kuhn,
"das war das Violinkonzert von David Oistrach".
Ganz übertrieben ist dieses Urteil nicht, es betrifft einfach
die Dominanz des Solisten, der aber meiner eigenen Meinung nach
nie den Stil gerade dieser beiden Konzerte verletzte.
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28.
Mai 1966: Konzert der Berliner Staatskapelle unter Otmar
Suitner:
M. Ravel: La Valse
Tschaikowsky: Konzert op. 35. Solist: David Oistrach
Richard Strauß: Also sprach Zarathustra |
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David Oistrach spielte am 26. Mai
1968 einen Soloabend, am Klavier begleitet von Frieda
Bauer.
Das Programm:
Schubert: Duo in A-Dur, DV 574;
Prokofieff: Die selten gespielte Sonate Nr. 1 in f-Moll,
(D. Oistrach gewidmet); nach der Pause:
Tartini: Teufelstriller-Sonate;
Ravel: Sonate in G-Dur.
Das Publikum erklatschte sich folgende Zugaben:
L. Janacek: Ballade;
Bartok: Ungarische Volksweisen;
Locatelli: Das harmonische Labyrinth.
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Die Erinnerung an dieses Konzert ist klarerweise überstrahlt
von der Größe des Spiels von D. Oistrach, wobei Frieda
Bauer eine sehr gute, aber nicht kongeniale Partnerin war. (vergleiche
Gidon Kremer und Martha Agerich, oder D. Oistrach und S. Richter).
Sicher war das Konzert auch durch den Ton Oistrachs ausgezeichnet,
der bei Prokofieff unglaubliche Schattierungen (2. Satz) vermittelte,
bei Ravel in exzessive Größe und Fülle ausartete.
Die Kadenz der Teufelstriller-Sonate brachte die Schlußakkorde
in nie gehörter Intensität, die den Rahmen der Sonate
wohl eindeutig sprengte.
Zu einer Rezension aus der "Presse" vom 28. Mai befindet
sich rechts ein Link.
Dieser Kritik ist nichts mehr hinzuzufügen.
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22. Mai 1970: Soloabend
mit Frieda Bauer am Klavier.
Programm:
Bach: Sonate in A-Dur, BWV 1015;
Schostakowitsch: Sonate op. 134 (1968);
Beethoven: Kreutzer-Sonate
Zugaben:
Schubert: aus der Sonate op. 162
Brahms: Scherzo in c-Moll
Beethoven: Sonate op.30/3 (allegro)
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1972: Konzert
der Wiener Philharmoniker am 28. Mai im Musikverein Wien, Eröffnungs-Konzert
der Wiener Festwochen.
Dirigent und Solist: David Oistrach (Viola), Solist: Igor
Oistrach (Violine).
Programm: Mozart:
Divertimento KV 251
Sinfonia concertante KV 364
Symphonie KV 551 (Jupiter) |
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11. Juni 1972: Konzert im Musikverein in Wien:
Wiener Philharmoniker unter Claudio Abbado
Brahms: Konzert op. 77
Bruckner: 1. Symphonie in c-moll
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20. August 1972:
David Oistrach und Sjatoslav Richter:
Programm: Brahms: Sonate Nr. 2 in A-Dur; Bartok:
Sonate Nr. 1; Prokofieff: Sonate Nr. 1 in f-Moll
Dieses Konzert ging als absolute Spitzenleistung in die "Violin-Geschichte"
ein. Oistrach und Richter erreichten eine Intensität und ein
exzessives Spiel, wobei Klangfülle, Agogik sowie Zusammenspiel
diesen Abend zu einer absoluten Sternstunde machten. Alle 3 Kompositionen
erklangen in individuell idealer Interpretation mit unzähligen
Klangschattierungen und Farben. Das Publikum verließ den Saal
nur ungern, eine bessere oder gesteigerte Kombination von Solisten
und werkgerechter Interpretation schien nicht mehr möglich.
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