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Mozart und die Violine:

 

Unser Mozart-Verständnis ist durch die Salzburger Interpretationen der Jahre 1960 bis 1990 stark geprägt. Insbesondere Bernhard Paumgartner und Sandor Vegh mit der Camerata Academica haben hier einen Stil geprägt, den wir als Mozart Tradition verstehen können.
(Benjamin Schmid ist Träger der Bernhard Paumgartner Medaille).

Mozart ist das Problem schlechthin in der klassischen Musik:
Er stellt die Trinität von handwerklichem Können, geistiger Durchdringung und emotionalem Gehalt optimal dar. Der Vollkommenheit, die Mozart auszeichnet, als Interpret gerecht zu werden, ist das Allerschwerste und man geht selten befriedigt aus einer Mozart-Interpretation heraus.

"Thomas Zehetmayer ist dem Mozart-Ideal sicher sehr nahe gekommen"

Wir verstehen die Interpretation daher eher als musikalische Annäherung. Wenige Interpreten sind dem Ideal nahe gekommen, z.B. Elisabeth Schwarzkopf oder Friedrich Gulda in seinen Mozartkonzerten.

Daher stellt sich auch die Frage der derzeit vorhandenen Einspielungen der Mozart Violinsonaten ein ganz schwieriges Kapitel dar. Die Einspielung von Szymon Goldberg und Radu Lupu stellt nicht die optimale Lösung dar.
Am nächsten kommt dem Ideal die Aufnahme von Arthur Grumiaux und Clara Haskil.

Henryk Szeryng und Ingrid Haebler zeigt nicht ausreichend die Spielfreudigkeit, ist aber dafür aristokratisch.

Thomas Zehetmayr mit Malcolm Frager am Hammerklavier hat sehr beeindruckt.

" Thomas Zehetmayer ist dem Ideal sicher sehr nahe gekommen".

 
© Andromeda. Letzte Änderung am: 24.02.2012