Thomas Bernhard, Manuskripte und unveröffentlichte Werke

Vorbemerkung:
Mit dem Erscheinen der Gesamtausgabe aller Werke von Thomas Bernhard ist eine neue Situation entstanden. Alle Werrke werden systematisch herausgebracht. Wieweit auch die Fragmente veröffentlicht werden wird sich weisen.

Frühwerke:

Unveröffentlicht: In erster Linie befindet sich im Nachlaß aus dem Frühwerk Lyrik. Darunter das Gedicht "Die Königin der Städte", sowie "Das Wunderland" ; sie sind in den 40er Jahren entstanden. Das erstere trägt noch die Benotung "gut" , wahrscheinlich durch den Großvater hinzugefügt.

"Aufundabzähllied", ein Konvolut unveröffentl. Gedichte,entstanden zu Anfang der 60er Jahre. (Erste Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie)

erste Veröffentlichung: Gedichte als "Salzburger Sonette" in
Handschreiben der Salzburger Stifterbibliothek 1954

"Ereignisse" veröffentlicht 1969, entstanden sind mehr Manuskripte als die veröffentlichten, die teilweise umgearbeitet wurden. "Der Hauptmann", "Der Selbstmörder"

Theaterstücke: in den Jahren 1957 - 1960 entstanden mehrere Kurz-Theaterstücke:

  • "Gartenspiel für den Besitzer eines Lusthauses"
  • Opernlibretto "Köpfe" und
  • Kurzschauspiele "Die Erfundene", "Rosa", "Frühling" (1960 aufgeführt im Theater "am Tonhof" von G. Lampersberg; Regie: H. Wochinz)
  • Unterhaltung verschiedener Vögel
  • Nachspiel zu Rosa
  • Zirkus

Diese 6 Stücke wurden später als "Übungsstücke für Schauspielschüler" für das Theater am Fleischmarkt zusammengestellt.

"Der Wald auf der Straße" gehört zu den Versuchen in der Romanform. Das Typoskript trägt später hinzugefügte, handschriftliche Vermerke: "Dreckroman", "Mist!", Wie kann sowas passieren", und "Aufgeblasenes Nix!"

"Tamsweg" ist ein Roman, datiert 1960. Er wurde von verschiedenen Verlagen nicht angenommen.

"Schwarzach St. Veit" ist der Titel einer Reinschrift eines Romans, verfasst 1960 in Wien, Salzburg und St. Veit. (Dies ist der Zeitpunkt des Zusammentreffens von Bernhard mit Hedwig Stavianicek).

"Frost" war als Titel eines Gedichtbandes gedacht, der 1961 mehreren Verlagen angeboten, aber nicht angenommen wurde.

  • Wo auf den Gräbern der Menschen
  • Nach meinem Vater frag ich
  • Erinnerungen an die tote Mutter
  • 1931
  • Der kommt ins Haus, der Frost
  • Frost
  • Auf dem Kapuzinerberg

Den Namen Frost verwendete Thomas Bernhard für seinen Roman, der ürsprünglich "Auftrag" heißen sollte. Mit dem Roman "Frost" gelang 1963 der Durchbruch als Autor.

1968: Verleihung des "Kleinen österreichischen Literaturpreises". Aus diesem Anlaß entstand der zunächst unveröffentlichte Text "Meine Preise". Er bezieht sich auf die Bernhard verliehenen Preise bis zum Büchner-Preis. Er wurde 1968 im Neuen Forum gedruckt.

1974/75: Typoskript: "Wie ich Burgtheater-Direktor werden sollte"

Unvollendete Werke:

"Die Schwerhörigen" war als Tragödie gedacht. Der Text ist weit gediehen, er spielt in der Ordination eines Hals-Nasen-Ohrenarztes in Wien.

"Neufundland": Von diesem geplanten Roman sind der erste Satz, der letzte Satz sowie drei Seiten mit Notizen erhalten.Als alternative Titel scheinen "Matterhorn" und "Karakorum" auf.


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