
Thomas Bernhard
1931 - 1989
Eine Verdüsterung
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"Ich
weiß nicht, was sich die Leute unter einem Schriftsteller vorstellen,
aber jede Vorstellung in der Beziehung ist sicher falsch... Was mich
betrifft,bin ich kein Schriftsteller, ich bin jemand, der schreibt...
Andererseits bekommt man Briefe aus Deutschland oder irgendwoher,
aus Provinzstädten, aus größeren oder von Sendern
oder von gewissen Veranstaltungsunternehmungen ... Man tritt dort
auf, man wird vorgestellt als ein tragischer,düsterer Dichter,
und das geht so weit, daß man in Laudationen auch als solcher
vorgestellt wird, in so pseudowissenschaftlichen Arbeiten. Es heißt
dann, das ist ein Autor, ein Schriftsteller, der so und so einzuordnen
ist, und die Bücher sind düster, die Figuren sind düster
und die Landschaft ist düster, also - der Mensch ist auch
düster, der jetzt vor uns sitzt. ...
...aus: Drei Tage
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"Weder
aus dem von mir selbst bei Lebzeiten veröffentlichten noch aus dem
nach meinem Tod gleich wo immer noch vorhandenen Nachlaß darf auf
die Dauer des gesetzlichen Urheberrechtes innerhalb der Grenzen des
österreichischen Staates, wie immer dieser Staat sich kennzeichnet,
etwas in welcher Form immer von mir verfaßtes Geschriebenes aufgeführt,
gedruckt oder auch nur vorgetragen werden. Nach meinem Tod darf aus
meinem eventuell gleich wo noch vorhandenen literarischen Nachlaß,
worunter auch Briefe und Zettel zu verstehen sind, kein Wort mehr
veröffentlicht werden."
...Verfügung im Testament |
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